Sonntag, 25. Oktober 2015

Roadtrip nach Kroatien


Zusätzlich zum Urlaub auf Ibiza habe ich mir dieses Jahr noch ein paar Tage Urlaub mehr mit meinem Freund gegönnt.
Wir sind im September mit dem Bulli nach Kroatien gefahren. Ziel war der Nationalpark Krka.

Auf dem Hinweg haben wir einen kleinen Stopp in München gemacht und uns die Innenstadt angeguckt. Einen Parkplatz mit dem Riesen-Wagen zu finden, war allerdings alles Andere als leicht und wir haben nach stundenlanger Suche (eigentlich wollten wir schon wieder fahren) letztendlich irgendwo am Straßenrand geparkt, wo was frei war.
Ich find München ganz schön, was wir jetzt in der kurzen Zeit gesehen haben war allerdings nicht viel. Gut, dass ich vorher schon mal da war und mehr Zeit hatte.
Wir haben uns ein paar Brezen geholt und im eiskalten Wind an die Frauenkirche gesetzt.
Kurz danach hat es angefangen zu regnen und wir haben uns weiter auf den Weg gemacht nach Österreich.


In Österreich haben wir uns einen Campingplatz direkt am Wörthersee bei Klagenfurt ausgesucht. Der war so schön sauber und groß und ordentlich (und kostengünstig im Verhältnis), dass wir auch auf dem Rückweg wieder dort geschlafen haben.
Leider war beide Male das Wetter nicht gut genug, um von der perfekten Lage direkt am See Gebrauch zu machen. Aber ich denke, bei guten Wetter ist ein Abstecher dorthin auf jeden Fall empfehlenswert.


Am nächsten Vormittag ging es also weiter nach Kroatien. Wir hatten uns einen Campingplatz auf der Insel Krk ausgesucht, hatten allerdings nichts gebucht, da wir immer relativ flexibel bleiben wollten, sodass wir leider an einem schon ausgebuchten Platz angekommen sind.

An der Rezeption wurde uns dann ein anderer Platz auf der Insel empfohlen, den wir dann angesteuert haben.
Der Platz hatte keine Parzellen, sondern man konnte sich einfach hinstellen, wo man wollte (solang das Kabel für den Strom lang genug war). Also haben wir uns direkt ans Wasser gestellt und der Ausblick war Traumhaft.


An dem Tag waren wir sogar einmal kurz im Wasser. Es war zwar arschkalt, aber die Sonne war so warm, dass eine kleine Abkühlung ganz gut tat. Nachts hat es dann leider total gestürmt, sodass wir nur eine Nacht da waren und am nächsten Morgen Richtung Nationalpark gefahren sind.
Da haben wir uns einen Platz, empfohlen vom ADAC, direkt am Park ausgesucht.
Der Platz wird von einer kleinen Familie geführt und es herrscht auch eine sehr familiäre Atmosphäre. Es ist nicht groß da, dafür aber super sauber. Es gibt ein kleines Restaurant mit täglich frischem Fisch. Es war sehr lecker und wir haben uns gut aufgehoben gefühlt. Kann ich auch nur empfehlen!


Am nächsten Morgen sind wir relativ früh zum Nationalpark Krka los gefahren. Nachts hat es wieder ein bisschen gestürmt und war morgens noch ziemlich frisch, sodass wir beide mit langer Hose, T-Shirt und Jacke los gefahren sind.
Allerdings hatten wir an ausgerechnet dem Tag wolkenlosen Himmel. 
Eine Eintrittskarte für den Nationalpark kostet 110 Kuna, das sind knapp 15 Euro meine ich. Dafür kann man entweder mit dem Bus zu den Wasserfällen fahren, oder laufen.
Wir sind gelaufen und es hat sich gelohnt, denn man sieht zu Fuß doch noch etwas mehr als im Vorbeifahren.

Der Ausblick von Oben



Die Wasserfälle von Krka




Eine Nacht haben wir noch auf dem kleinen Campingplatz verbracht und haben uns am nächsten Morgen wieder auf den Weg Richtung Insel Krk gemacht. (Auch wenn es sich anhört, als gehörte der Park Krka zu der Insel Krk, es ist eine Strecke von in etwa 4 Stunden gewesen.)
Diesmal haben wir einen anderen Platz genommen. Nicht weil der andere nicht gut war, sondern weil der Weg zu dem ersten Campingplatz eine ziemliche Zumutung war. Also haben wir uns einen Campingplatz näher an der Brücke zum Festland gesucht und sind fündig geworden.
Hier funktionierte es wieder wie zuvor. Man sucht sich einfach einen Platz, legt das lange Kabel zu einem der vielen Stromkästen und hat den perfekten Ausblick:





Mit dem Wetter hatten wir insgesamt eher wenig Glück, sind daher auch nie allzu lange an einem Ort geblieben. Aber so haben wir viel vom Land gesehen, sind überall mal gewesen.
Auf dem Rückweg waren wir noch mal am Wörthersee und haben uns kurz auch Klagenfurt angeschaut und da gegessen.

Dann ging es weiter Richtung Würzburg. Auch die Stadt haben wir uns kurz angeschaut, hatten aber auch hier wieder eher Pech mit dem Wetter. Schön war es trotzdem. :)
Geschlafen haben wir auch einem sehr großen Campingplatz kurz hinter Würzburg, und sind im Anschluss weiter nach Hause gefahren.

Es ist schon ein Erlebnis nur mit dem Auto unterwegs zu sein und auch im Auto zu schlafen. Für mich war es nichts neues, da wir als Familie oft campen waren, doch für meinen Freund war das eine komplett neue Erfahrung. Und er würde es tatsächlich wieder machen.

Man ist super flexibel, wenn es regnet fährt man halt wo anders hin, wenn es einem nicht gefällt, genauso. Wir haben eine kleine Kochplatte im Bulli und hatten auch eine mobile Kochplatte für Draußen dabei, also ist man an nichts gebunden. Man macht quasi Urlaub und nimmt sich ein kleines eigenes Zuhause mit.

Es ist meiner Meinung nach eine Erfahrung, die man mal gemacht haben sollte und ich kann Kroatien als Reiseziel nur empfehlen. Vielleicht fährt man lieber ein bisschen eher hin, sodass man auch noch ein paar Sonnenstunden hat, bei uns hat es leider nur im September gepasst.
Ich freue mich schon auf den nächsten Urlaub!